Die systematische Analyse

Statue des Schreibers Henka, 2450 v.Chr. Replikat von Berlin ÄM 7334.

Statue des Schreibers Henka, 2450 v.Chr. Replikat von Berlin ÄM 7334.

Die Datenmenge und diverse Such- und Auswertungsmöglichkeiten der digitalen Paläographie erlauben den Projektmitarbeitern, aber auch der internationalen Fachwelt, das Gebiet der Kursivschriften systematisch zu erforschen. Analysiert werden können z. B. die Entwicklungen und Unterschiede der kursiven Schriftarten, deren Abhängigkeiten von den Hieroglyphen sowie deren Anpassungen an spezifische Bedürfnisse und Kontexte. Interessant sind auch Maßnahmen der Schriftökonomie, die Wahl von Schreibrichtung und Textlayout oder die Verwendung von Abkürzungen, diakritischen Zeichen und Zeichenverbindungen.

Außerdem soll die Aussagekraft von Handschriften für die Zuweisung an Einzelpersonen, Schulen, Regionen oder Zeiträume überprüft werden, denn die Textinhalte selbst machen dazu häufig keine Aussagen.

Darüber hinaus wird die Praxis des Schreibens mit Binse auf Papyrus oder anderen Schriftträgern experimentell untersucht und ist wie die anderen Bereiche des Projekts auch in der Lehre verankert.